MINT = Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

Die Grundschule in Lavesum vom Grundschulverbund Sythen-Lavesum erhält die erneute Auszeichnung zur MINT-freundlichen Schule

Die Grundschule in Lavesum weckt bereits seit einigen Jahren das Interesse der Schulkinder für die MINT- Fächer und fördert sie auf besondere Weise. U.a. unterstützt der Förderverein zusätzlich die Grundschule, indem er je Schuljahr zwei MINT-Aktionen außerhalb der Schulzeit im Nachmittagsbereich durchführt. Der alljährlich stattfindende Tag der offenen Tür hat sich darüber hinaus schwerpunktmäßig zu einem Mint-Aktionstag entwickelt.

Daher darf sich die Grundschule Lavesum für die nächsten drei Jahre »MINT-freundliche Schule« nennen. Am 27.09.2016 fand die Ehrung der MINT-freundlichen Schulen NRW in der TU Dortmund statt. Die Schulen werden für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ausgezeichnet. Es wurden 52 Schulen zum ersten Mal geehrt, weitere 44 Schulen erhielten die Ehrung zum zweiten Mal nach erfolgreicher Wiederbewerbung nach drei Jahren. Die Schulen durchlaufen einen strengen Bewerbungs- und Prüfungsprozess, der von Fach- und Wissensverbänden, Unternehmen, Vereinen und Stiftungen durchgeführt wird. Die Ehrung der Schulen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz KMK. Besonders stolz sind die Lavesumer, dass es unter allen ausgezeichneten Schulen NRWs nur wenige Grundschulen gibt, die dieses Zertifikat besitzen.

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft sowie Fach- und Wissensverbänden nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewußt MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

„Unsere Schulen und vor allem die Lehrer sind das A und O vor dem Hintergrund, junge Menschen für MINT-Perspektiven zu interessieren, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Wir setzen genau hier an und freuen uns, dass wir Ende 2016 dann bereits gut 1.300 Schulen in Deutschland MINT freundliche Schule‘ haben werden“, sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Mehr Informationen gibt es unter www.mintzukunftschaffen.de

 

 

Erste MINT-Auszeichnung in 2013

Seit dem 16.10.2013 darf sich die Grundschule Lavesum als „MINT-freundliche Schule“ bezeichnen, denn an diesem Tag wurde unserer Schule das MINT-Signet in Hürth verliehen durch Thomas Sattelberger (Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen“) und Michael Maier (Rhein-Erft-Akademie).

Insgesamt 43 Schulen aus NRW erhielten diese Auszeichnung, darunter aber nur 3 Grundschulen.

Das Ziel dieser Auszeichnung durch bundesweite Partner im Rahmen der Bildungsinitiative „MINT Zukunft schaffen“ (www.mintzukunftschaffen.de) ist, Schulen hervorzuheben und zu fördern, die einen Schwerpunkt auf MINT-Bildung legen. Das Interesse der Kinder und Jugendlichen soll für mathematische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Phänomene geweckt werden und somit auch für mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Berufe.

Die Bewerbung als MINT-freundliche Schule ist auf Initiative des Fördervereins entstanden mit der Beteiligung einiger Lehrkräfte. Dass wir schließlich die MINT-Auszeichnung erhalten haben, macht uns besonders stolz.

Ein Auszug aus unserem Bewerbungsbogen verdeutlicht, welche MINT-Aktivitäten an unserem Schulstandort ausgeführt werden:

 

Mathematik:

Im Fach Mathematik wird das Lehrerkollegium regelmäßig durch Lernpaten aus der Elternschaft unterstützt, die mit Kleingruppen Sachverhalte erarbeiten, vertiefen und erklären.

 

Informatik:

Im eigens eingerichteten Computerraum - mit 10 Arbeitsplätzen werden Computerkurse und -AGs (z. Bsp.: E-Pferdchen, 10-Finger-Tast-Schreibkurs, Internetrecherche) angeboten. Darüber hinausgehend werden die Laptops für das Leseprojekt „Antolin“ genutzt.

 

Naturwissenschaften/Umwelt:

Die Durchführung naturwissenschaftlicher Experimente findet in der eigens eingerichteten Forscherwerkstatt statt. Im Rahmen des Sachunterrichtes bearbeiten Schüler und Schülerinnen ab der 2. Klasse regelmäßig naturwissenschaftliche Themen. Hierbei werden die Lehrkräfte bei der Durchführung der Experimente von Eltern unterstützt. Die Eltern werden im Vorfeld von den Lehrkräften eingewiesen, damit gewährleistet ist, dass die Versuche von den Kindern selbst durchgeführt werden und die Eltern nur unterstützend im Hintergrund tätig sind.

Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Abständen wiederkehrende Aktivitäten, wie z. B. der Besuch der Gelsenwasser AG in Haltern, des Biologischen Zentrums in Lüdinghausen und der Umweltakademie.

Weiterhin beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr an der Aktion „sauberes Haltern“. Hierbei sammeln die Kinder „Müll“ in einem vorher festgelegten Bereich auf. Bei dieser Aktion soll das Bewusstsein für die Natur und Umwelt gestärkt werden.

Die Einbindung der Waldschule der Kreisjägerschaft Recklinghausen hat schon Tradition an unserer Schule. Bei verschiedenen Aktionen werden den Kindern die Tiere und das Verständnis für die Lebewesen in unseren heimischen Wäldern erläutert.

Seit 4 Jahren wird bereits das Programm „Klasse 2000“ erfolgreich an unserer Schule durchgeführt. Ein Ziel bei diesem Programm ist es u.a. dass die Kinder spielerisch ihre Körperwahrnehmung schulen und dabei wichtige Funktionen, wie z.B. Atmung, Bewegung, Verdauung und das Herz-Kreislauf-System entdecken. Dabei wird die Wertschätzung für den eigenen Körper gefördert.

Im Nachmittagsangebot gibt es die Gelegenheit an Wald- und Wiesen- oder Experimentier-AG’s teilzunehmen.

 

Technik:

Für die Werk-AG stehen den Schülern und Schülerinnen 2 eingerichtete Werkbänke zur Verfügung. Diese werden sowohl im Unterricht als auch in den Werk- AGs im Nachmittagsbereich genutzt.

Die bereits oben aufgeführten Exponate der Miniphänomenta (hier siehe unten) finden bei den Schülern und Schülerinnen großen Anklang und werden regelmäßig erkundet. Die Exponate wurden in Zusammenarbeit mit interessierten Eltern gebaut. Es werden in diesem Jahr weiter erstellt, die die den Schülerinnen und Schülern anschließend zur Verfügung gestellt werden.

 

Auszug aus dem Schulprogramm:

 

3.8. Forscherwerkstatt Lavesum

  • Mit der Forscherwerkstatt bieten wir ein in sich abgestimmtes, organisatorisches, inhaltliches und pädagogisch/methodisches Konzept für den handlungsorientierten Grundschulunterricht im Fach Sachunterricht zu den Bereichen Naturwissenschaft und Technik an.

  • Zentraler Bestandteil der Forscherwerkstatt sind 20 aufbereitete Forscherkisten, die eine präzise Anleitung und das erforderliche Material zum Experimentieren an die Hand geben und zur Weiterarbeit (tiefergehenden Durchdringung des Themas) anregen.

  • Es werden Versuche aus den Bereichen Biologie/Naturkunde, Physik, Chemie und Mathematik von den Kindern selbstständig durchgeführt.

  • Die Arbeit in der Forscherwerkstatt wird ständig evaluiert (Verbesserungen in der Organisationsstruktur, den Versuchsanleitungen, der Versuchsauswahl, etc.).

  • Hat sich das Konzept etabliert, kann der Bestand auf 50 Kisten aufgestockt werden.

 

3.9. „Miniphänomenta

Drei gleiche Kugeln, drei gleich lange Schienen: die eine ist nach oben gebogen, die andere nach unten, die dritte ist gerade. Über welche Schiene ist eine Kugel am schnellsten unten ? Solche Dinge ausprobieren – und nachdenken, warum das so ist, das können jetzt die Schüler der Verbundschule Sythen-Lavesum. Denn die „Miniphänomenta“ soll Zug um Zug Schülern helfen, naturwissenschaftliche und technische Phänomene auf spielerische Weise im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“.

Der Rektor der Verbundschule Sythen-Lavesum, Hans Hatebur, nutzte als erster die Lehrer-Fortbildung, die Voraussetzung für die Einführung ist.

Die Stationen werden im Laufe der nächsten zwei Jahre im Schnitt monatlich nachgebaut und damit dauerhaft den Schülerinnen und Schülern unserer Schule zur Verfügung gestellt werden. Beim Nachbau sind die Eltern eingebunden. Auch weil damit das Thema in die Familien getragen wird.

(Stand 05.2013: 3 Stationen sind seit Febr. 2013 fertig gestellt, zwei weitere bis zum Schuljahresende in der konkreten Planung.)

Aktuelle Termine

11.05.2018

Tag n. Chr. Himmelfahrt

22.–25.05.2018

Pfingstferien

01.06.2018

Tag n. Fronleichnam